Brandschutzerziehung: Feuerwehr zum Anfassen

Als am vergangenen Donnerstag drei Kameraden unserer Wehr, darunter auch Ortsbrandmeister Stefan Spitzer, den Kindergarten in Groß Dahlum betraten, war die Spannung deutlich spürbar: 17 Kinder unterschiedlichen Alters warteten bereits auf die Feuerwehrmänner. An diesem Tag stand "Brandschutzerziehung" auf dem Programm.

Bereits die gesamte Woche beschäftigten sich die Kinder und Betreuer des Dahlumer Kindergartens mit dem Thema "Feuer". Das Team um Leiterin Pia Fricke hatte seine Schützlinge bestens vorbereitet: von der Stockbrot-Zubereitung in der Feuerschale bis hin zu den Gefahren von Feuer; vom korrekten Absetzen eines Notrufs bis hin zu einer Evakuierungsübung - die Kinder waren bereit und "heiß" auf die Feuerwehr...

Zuerst wurden die Kinder auf zwei Gruppen aufgeteilt. In der ersten Gruppe waren die Kinder zwischen zwei und drei Jahren, in der anderen Gruppe die vier- bis fünfjährigen. Eine gute Entscheidung, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte. Anschließend besprachen die Gruppen getrennt voneinander und altersgerecht die folgenden Themen:

  • Aufgaben der Feuerwehr
  • "gutes/böses" Feuer
  • Umgang mit Zündmitteln
  • Gefahren durch Feuer und Rauch
  • Verhalten im Brandfall
  • Hilfe holen/Notruf absetzen

Die älteren Kinder fanden alles sehr spannend und brachten sich mit viel Engagement und spannenden Beiträgen ein. Zwei Kinder durften zum Ende der Gruppenarbeit einen (fast ganz) echten Notruf absetzen, während die anderen Kinder gespannt lauschten. Die gesamte Gruppe versicherte im Anschluss, dass es ja super einfach sei und alle das ebenfalls locker könnten!! :-)

Für die Zwerge war das Thema allerdings noch sehr schwer erfassbar, so dass hier nur auf die allerwichtigsten Punkte eingegangen wurde.

Zum Schluss gab es dann im Kreise alle Kinder und Betreuer noch zwei spannende Aktionen: Zuerst durften die Kinder aus einem Kameraden in zivil einen echten Feuerwehrmann machen, indem sie ihm die Feuerwehrschutzausrüstung incl. Atemschutzgerät in der richtigen Reihenfolge anzogen. So konnte ihnen spielerisch die Angst vor dem Aussehen und den Geräuschen eines Atemschutzgeräteträgers genommen werden. Der Kamerad war sich im Anschluss nicht ganz sicher, was schlimmer sei: Knapp 20 Kinder, die auf seinen Helm und seine Maske klopften, oder ein Feuer im Innenangriff... Danach ging es dann an die frische Luft. Auf dem Hof stand das Feuerwehrfahrzeug. Jeder durfte hinter das Lenkrad, die Gerätschaften und Schläuche anfassen sowie hochwichtige Funksprüche absetzen. Nach den Meldungen zur Vollständigkeit von der Kindergartenleiterin (Kinder) und des Maschinisten (Gerät) verabschiedeten sich die Kameraden mit Blaulicht und Martinshorn.

Uns hat dieser Besuch sehr viel Spaß gemacht. Die Kinder hatten ebenfalls Spaß und konnten etwas Wichtiges lernen . Ein schöner Vormittag...

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